2012/05/22: Prozess gegen steirische Neonazis vertagt

Am 7.5.2012 hatte der Prozess wegen Wiederbetätigung gegen zehn steirische Rechtsextreme und Neonazis begonnen. Unter den Angeklagten befinden sich Franz Radl, eine Zentralfigur des österreichischen Neonazismus, die oststeirischen Neonazis Gerhard  Taschner und Markus Liendl, sowie Aktivisten aus dem RFJ und dem Fußball-Hooligan-Milieu. Vorgeworfen werden allen bis auf Radl und einem Schüler aus Wien zwei Prügelaktionen 2010, bei denen nicht nur Personen schwer verletzt, sondern auch Naziparolen und NS-Lieder gerufen bzw. gesungen wurden; Radl, Liendl, Taschner und dem Wiener Schüler zudem mehrere Wiederbetätigungsdelikte in der Oststeiermark rund um den Prozess gegen den Holocaustleugner Gerd Honsik.

Am 22.5. nach mehreren Prozesstagen wurde das Verfahren vertagt, da mehrere ZeugInnen nicht erschienen waren. Fortgesetzt wird voraussichtlich im Juli 2012, von 2.7. bis 5.7. vormittags.

Berichte zu den rechtsextremen AkteurInnen und Hintergründen des Prozesses gibt es auf unserem Blog unter „Vor dem Neonaziprozess in Graz“ und im letzten enterhaken. Wir haben außerdem das erste Verfahren gegen acht der jetzigen Angeklagten dokumentiert, das bereits im März und April dieses Jahres stattfand.

Der Prozess ist für Interessierte jederzeit öffentlich zugänglich. Ort: Landesgericht für Strafsachen Graz, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 41, 8010 Graz, Großer Schwurgerichtssaal/ Pt (Saal 44).

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